Der Name Langenhorn ist
entstanden durch die ürsprüngliche Form des
Landschaftsbildes, als sich noch Laubwälder auf einem
langgezogenen Hügelrücken, auch Horn genannt, erstreckten.
Bereits in prähistorischer Zeit siedelten hier Menschen, wie
Ausgrabungen ergaben.
Langenhorn wurde erstmalig
1269 urkundlich erwähnt. Bis 1283 gehörte Langenhorn zum
Kloster Reinfeld. Das Kloster tritt das Dorf Langenhorn an
den Grafen Gerhard von Holstein und Stormarn ab. 1332 tritt
Graf Adolf von Holstein und Stormarn Langenhorn für 200 Mark
an den Hamburger Ratsherrn Nicolaus vom Berge ab. Seit
diesem Zeitpunkt gehört Langenhorn zu Hamburg. Später
erwirbt das Hospital Sankt Jürgen nach und nach Anteile an
dem Dorf, steht aber weiter und dem Patronat der Hamburger
Bürgermeister.
Während des Dreißig
jährigen Krieges bleibt Langenhorn weitgehend von
Verwüstungen verschont. 1749 zeichnet der Ingenieur
Ferdinand Hartmann eine Karte von Langenhorn, die heute noch
im Bürgerhaus zu bewundern ist. Diese Karte wurde in Auftrag
gegeben, da Langenhorn stetig wuchs. 1803 lebten laut einer
Volkszählung über 413 Seelen auf 40 bewohnten Grundstücken
mit 86 Haushalten. Der Viehbestand belief sich auf 106
Pferde,226 Kühe,147 Schweine und 355 Schafe. Langenhorn war
zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein wohlhabendes, blühendes
Dorf. Napoleon besetzt Hamburg 1806 und damit auch
Langenhorn. Etliche Langenhorner Bauern bringen ihr Hab und
Gut im nahen Schattbrook und im Holitzgrundmoor in
Sicherheit. Der Bauernvogt, Hans Peter Krohn, wird zum „Maire
de Langenhorn" ernannt und fungierte als Bürgermeister. Das
Amtsgebiet erstreckte sich nicht nur über Langenhorn,
sondern auch über Fuhlsbüttel, Alsterdorf, Ohlsdorf, Klein
Borstel und Winterhude.
1815, nach Abdankung
Naoleon’s wird Hamburg in den Deutschen Bund aufgenommen und
führt seit 1819 den Titel ‚Freie und Hansestadt Hamburg’.
1910 lebten bereits
931.000 Menschen in Hamburg. Es entsteht ein erhöhter
Wohnungsbedarf. Der Senat beschließt 1913 darum die
Eingliederung der nördlichen Gemeinde, darunter auch
Langenhorn. Es setzt ein Bauboom in Langenhorn ein. Die
Einwohnerzahl erhöht sich 1930 auf bereits 10.000 Menschen.
Im Dritten Reich war
Langenhorn keinesfalls eine Nazi-Hochburg. Bei Wahlen ist
die SPD stärkste Partei. Aufgrund des Ermächtigungsgesetzes
sind die Ergebnisse dieser Wahlen aber Makulatur. Die
Schuhmacher-Siedlung ist der NSDAP ein Dorn im Auge. 1934
beginnt die Gestapo die Widerständler zu verhaften und im
Konzentrationslager Fuhlsbüttel zu internieren.
Ein Gebäude des Stadtteils
erinnert heute noch an die NS-Zeit: Die heutigen Gebäude der
Asklepios Klinik Nord/Heidberg. Es war zur damaligen Zeit
eine NS-Kaserne. Durch das „Groß-Hamburg-Gesetz" wird die
Stadtteilgrenze von der Strasse Kurveneck zur
Flughafenstrasse verlegt. Zu der Zeit leben 15.300 Menschen
auf 13.990 Hektar in Langenhorn.
Die Bombenangriffe im Juli
1943 richten in Langenhorn, im Gegensatz zu weiten Teilen
Hamburgs, relativ geringen Schaden an. Die Ausgebommten
werden in den Randgebieten Hamburgs angesiedelt. In
Langenhorn in der Umgebung der heutigen Essener Strasse und
an der heutigen Strasse Tarpen. In der Folgezeit erhöht sich
die Einwohnerzahl auf 28.000. Auf Anordnung des
Reichsstatthalters Kaufmann wird die Gemeindeverwaltung
dezentralisiert. Seither gehört Langenhorn dem
Zuständigkeitsbezirk Fuhlsbüttel.
Nach Kriegsende beginnt
die englische Besatzung mit der Umstrukturierung nach
demokratischen Gesichtspunkten. Es entstehen die sieben
Bezirke in Hamburg. Darunter auch der Bezirk Hamburg-Nord,
dem auch Langenhorn zugeordnet wird.
Heute (2006) leben ca.
48.000 Menschen in Langenhorn.